Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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den Ihr uns da meldet, Mylord, nicht wahr?« ſagte Sir

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und gedrückt. Es war augenſcheinlich, daß etwas Außeror⸗ dentliches in ihm vorging.

„»Nun, da ſeyd Ihr ja endlich, Henry,« ſagte Murray, indem er ſich erhob und dem jungen Manne entgegenging. »Ich entſinne mich nicht, in meinem ganzen Leben eine Zeit des Wartens zugebracht zu haben, die mir ſo lange und ſo ſchmerzlich geworden wäre wie heute.— Wo kommt Ihr denn her, Henry?«

»Meine Mutter wird Euch um acht Uhr ihren Beſuch machen, Sir Charles,“ ſagte Lord Lisle, welcher es vermied, direct auf die Frage des alten Puritaners zu antworten.„Ich wundere mich, daß ſie noch nicht da iſt.«

„Aber Euch, Henry,“ hob Sir Charles wieder an, „was hielt Euch denn ab, eher zu kommen?«

»Ich hatte meiner Mutter verſprochen, nicht vor ihr hier zu erſcheinen.«

„Ah— und welchen Grund hatte ſie, Euch dieſes Ver⸗ ſprechen abzunehmen?«

Henry ergriff Lucy's Hand und die ihres Vaters, ließ Beide niederſetzen und nahm zwiſchen ihnen Platz.

„Sir Charles und Ihr, Lucy,« ſagte er, nachdem er ſich einen Augenblick lang geſammelt, in ernſtem langſamen Tone,„da meine Mutter noch nicht hier iſt, ſo muß ich wohl ſprechen. O, wie traurig ſind die Dinge, welche ich Euch mit⸗ zutheilen habe! Ich hatte Euch ſchon geſagt, Sir Charles, daß ich und meine Mutter heute bei dem König erſcheinen ſollten — wir ſind dort geweſen. Ach, wie ſind alle meine theuerſten Hoffnungen mit einem einzigen Schlage vernichtet worden!«

„Es iſt alſo der Rücktritt von eurem gegebenen Worte,