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»Es gilt aber nicht blos zu ſehen und zu riechen, man muß auch koſten,« ſagte Suſanne.»Ihr habt mir vorhin Machtvollkommenheit über Euch verliehen, meine Herren. Hö⸗ ret mich daher an. Vor noch drei oder vier Monaten war ich ein unwiſſendes Kind, aus den Büchern aber, welche Mr. Chiffinch mir in die Hände gab, damit ich mir in meiner ge⸗ zwungenen Einſamkeit die Zeit vertreiben möchte, habe ich viel gelernt. So habe ich zum Beiſpiel geleſen, daß der rö⸗ miſche Gutſchmecker, welchem wir in dieſem Augenblicke nach⸗
ahmen, eine ganz allerliebſte und poetiſche Gewohnheit hatte.
Er trank auf die Geſundheit ſeiner Geliebten ſo vielmal als ihr Name Buchſtaben enthielt. Allerdings bin ich die Geliebte keines von Euch, aber wohl bin ich eure Königin. Mein kö⸗ niglicher Name zählt ſieben Buchſtaben. Füllet und leeret da⸗ her eure Gläſer ſiebenmal. Trinket auf die Geſundheit der Königin Suſanne.⸗
Kirke, Jeffreys und hitinß gehorchten. Einige Augen⸗ blicke geſchah weiter nichts, als daß Flaſchen von Hand zu
Hand gingen und Gläſer gefüllt und ſofort geleert wurden.
um dann von neuem bis an den Rand gefüllt zu werden. »Wie Schade,« rief Suſanne, welche dem Gehorſam eines jeden ihrer Tiſchgenoſſen Beifall gezollt, ohne, aller Aufforderung ungeachtet, ſelbſt zu trinken,„wie Schade, daß der Menſch nicht immer in Ruhe und Frieden lebt! Wie
ſchön wäre es, ſeine Tage unter ſo herrlichen Feſten verleben
zu können! Und warum müſſen denn die Kriege und die Lei⸗ den, welche ſie nach ſich ziehen, dieſen ſo ſüßen Zeitvertreib ſtören?— Dieſer Argyle, dieſer Monmouth und alle ihre Anhänger, welche in dieſem Augenblick die Fahne des Bür⸗ gerkrieges unter uns erheben oder morgen erheben werden,


