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»Weil ich durch den Verdruß, den ich Euch bereitet, in⸗ Aufregung und Unruhe verſetzt worden bin, mein. vortreffli⸗ cher Chiffinch. Ja es iſt eine große Dummheit, die ich ſo eben begangen.— Eure Hand, mein Freund!«—
„Lieber will ich ſie vertrocknen ſehen, als ſie Euch rei⸗ chen,“ ſagte der Page kalt.
»Wie übelnehmiſch Ihr doch ſeyd, Chiffinch! Ich hätte nicht geglaubt, daß Ihr es in dieſem Grade wäret. Verehrte Dame, habt die Güte, zwiſchen uns zu vermitteln und den Frieden wieder herzuſtellen. Ich ſchwöre Euch, daß ich kein Wort von dem denke, was ich in einem Augenblick blinden Zornes geſagt. Es iſt dies weiter nichts als eine ſchlimme An⸗ gewohnheit von mir, deren ich mich, wie ich wohl einſehe, ent⸗ ſchlagen muß. Mein Beruf iſt daran Schuld. Ach, das Juri⸗ ſtenhandwerk, das Juriſtenhandwerk, dies verdirbt die feinſten Sitten!«
Suſanne verfolgte ſeit zwei oder drei Minuten die⸗ ſen Auftritt mit immer höher ſteigendem Intereſſe. Als ſie die Bitte hörte, welche Jeffreys an ſie richtete, empfand ſie eine lebhafte Freude ohne ſich jedoch dieſelbe merken zu laſſen. Plötzlich näherte ſie ſich Jeffreys und betrachtete ihn mit einem Wohlwollen, welches man für aufrichtig hätte halten können, ſo vollkommen erheuchelt war es.
„»Eure Hand, Mylord,“« ſagte ſie zu ihm.
Dann reichte ſie ihre freigebliebene Hand dem Pagen und ſetzte hinzu: 3
„»Reicht Ihr mir die eure auch, Mr. Chiffinch.«
So zwiſchen den beiden Männern ſtehend und einen wie den andern anlächelnd ſchien ſie die verkörperte Verſohnung zu ſeyn.


