Male, ſeitdem ſie einander geſehen, Chiffinch einen Blick zu⸗
warf, der frei war von Zorn, Verachtung oder Gleich⸗ giltigkeit.
VII.
Ein kleines Souper im Wirthshauſe„zur rothen Ruh«. (Fortſetzung.)
Die Worte des erſten Pagen des Königs hatten auf Jeffreys dieſelbe Wirkung geäußert, wie das Waſſer auf das Feuer zu äußern pflegt. So wie ſie kurz gellend, kalt und be⸗ deutſam dem Munde des durch ſeine Liſt und Schlauheit all⸗ mächtigen Pagen entfielen, hatte der Zorn des Oberrichters ſich beruhigt und ſeine Augen waren unſtät und ſeine Geber⸗ den bittend geworden. Sobald er die Freiheit ſeiner Be⸗ wegungen und beſonders die des Wortes wieder erlangt hatte, näherte er ſich Chiffinch und ſagte zu ihm:—
»Na, ich habe Unrecht gethan, ſehr Unrecht, ſo hitzig zu werden, ich gebe es zu— und ich bitte Euch, Chiffinch, mein guter Freund, mein treuer Bundesgenoſſe, dieſen ärgerlichen Vorfall zu vergeſſen. Was zum Teufel, eine erprobte Freund⸗ ſchaft wie die unſere darf nicht um einer ſolchen Kleinigkeit willen zerbrechen oder auch nur einen Riß bekommen—«
»Um einer ſolchen Kleinigkeit willen,⸗ unterbrach ihn der Page.„Wirklich, das fehlte nur noch!«
»Ach, ich bitte um Verzeihung, das i*ſt es nicht, was ich ſagen wollte.«
»Ha! Der Oberrichter von King's Bench weiß alſo gar nicht einmal mehr, was er ſpricht!«


