Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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mich ſeine liebe Suſanne nenne. Ich will, daß alle Dienſte ihm von mir kommen, während alle Gefahren ihm von Miß Lucy kommen werden.«

Bei dieſem Namen, welcher, ſeitdem ſie ſo mit ſich ſelbſt ſprach, zum erſten Mal ihren Lippen entfiel, zuckte Fitzgerald's Schweſter zuſammen. Ihr ſchwarzes Auge ſchleuderte einen unheimlichen Blitz und ihre Lippen zitterten.

„Ich bin nicht eiferſüchtig!« ſagte ſie, in ihrem Allein⸗ geſpräch fortfahrend.»Warum ſollte ich es auch ſeyn? War⸗ um ſollte ich Miß Lucy haſſen? Henry wird ſich nicht mit ihr vermälen. Er kann ſich nicht mit ihr vermälen.— Aber er kann ſie immer lieben. Und mich, möge ich thun was ich wolle, mich wird er immer verſchmähen. O, wehe dann, wehe, Lucy! doch nein; Percy Kirke iſt da, wel⸗ cher Lucy auf immer Henry's unwürdig zu machen wiſſen wird! Dieſes Geheimniß habe ich Lord Lisle verſchwiegen. Ich mußte es ihm verſchweigen! Wenn er es erfährt, ſo wird es zu ſpät ſeyn, und ich habe dann von meiner Nebenbuhlerin nichts mehr zu fürchten. Henry kann Kirke nicht einmal zum Zweikampf herausfordern, denn ein Adjutant darf ſich nicht mit ſeinem General ſchlagen. Und ſeine Entlaſſung, um ſich dann zu ſchlagen, kann er auch nicht nehmen denn Mylady Lisle würde ſeinen Austritt aus der Armee mit ihrem Leben bezahlen. Ich habe alſo durchaus keinen Grund, eiferſüchtig zu ſeyn, und es wäre in der That ſchade um die Zeit, wenn ich ſie damit zubringen wollte, eine arme Beſiegte zu haſſen.«

Einige Augenblicke ſpäter ſtieg Suſanne in den Wagen, der ſie an der Thür erwartete, und ward nach Whitechapel vor eine Taverne gefahren, welche dem Leſer bereits bekannt iſt.

Als der Wagen hielt, ſtieg ſie aus und trat in das