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Wirthshaus„zur rothen Kuh,« wo Jeffreys ſeine nächtlichen Orgien zu feiern pflegte..
Als ſie in das glänzend erleuchtete Zimmer trat, fand Suſanne hier eine ganz andere Geſellſchaft als die, welche der Leſer ſich erinnern wird, früher hier angetroffen zu haben.
Weder der hinterliſtige ſchlaue Birch noch irgend ein anderer der gemeinen Advocaten, welchen der Oberrichter ge⸗ wöhnlich die Ehre vergönnte, ſich mit ihm zu berauſchen, war heute zugegen.
Bei dem Erſcheinen Suſannens in ihrer weißen und rei⸗ chen Toilette erhoben ſich drei Männer und kamen ihr entge⸗ gen. Es waren dies Chiffinch, Jeffreys und Kirke.
Jeder von ihnen hatte fur die ſchöne Eingeladene ein verſchiedenes Lächeln. Das Chiffinch's war demüthig, nieder⸗ geſchlagen und hingebend; das des Oberrichters anmaßend und gönnerhaft; das Kirke's verrieth die glühende exaltirteſte Bewunderung.
Suſanne erfaßte mit einer Schnelligkeit und Sicherheit des Blickes, welche einer Herzogin von Whitehall Ehre ge⸗ macht haben würden, die ganze Bedeutung dieſes dreifachen Lächelns vollkommen; aber ſie fand es angemeſſen, nur einem davon zu antworten.
Ehe noch einer der Gäſte ſie willkommen geheißen, warf ſie Jeffreys einen herausfordernden Blick zu und redete ihn in verächtlichem Tone an.
»Was gebt Ihr Euch da für ein Air, Mylord?« ſagte ſie zu ihm.»Sind wir vielleicht zufällig noch in eurem Hotel oder in meiner Zelle zu Bridewall? Oder habt Ihr die Abſicht, den Auftritt von Whitehall nochmals zu beginnen? Die Zeiten


