Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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Barillon von Dir und deiner Geſandtſchaft nach Verſailles. Haſt Du Dich bei meinem lieben Couſin in meinem Namen bedankt? Ja, Ludwig XIV. iſt ein großer und edelmüthiger König. Ich ſage dies und wiederhole es, nicht weil Ihr hier ſeyd, Herr von Barillon, ſondern weil ich es denke. Ja, ein großer und edelmüthiger König. Geſtatte uns noch einen Augen⸗ blick, Churchill, dann ſtehe ich Dir zu Dienſten. Wir haben noch einige Worte zu wechſeln der Herr Geſandte und ich— blos noch einige Worte—«

Jacob II. führte den Miniſter Ludwigs XIV. in eine Fenſterbrüſtung und ſagte in lebhaftem Tone zu ihm:

»Alſo mein vielgeliebter Couſin hat in meine Forderung gewilligt— er hat eingewilligt?«

»Ja, Sire; ich habe hier in meiner Taſche für fünfzehn⸗ hunderttauſend Francs Livres Wechſelbriefe auf London— das ſind hundertundzwölftauſend Pfund Sterling. Mein Herr ſchätzt ſich glücklich, Ew. Majeſtät dieſe kleine Summe anbie⸗ ten zu können und bedauert nur, daß es nicht in ſeiner Macht geſtanden hat, mehr zu thun.«

»Hal das iſt ſehr gut, ſehr gut,« murmelte Jacob II. mit bewegter Stimme.„Es iſt um ſo beſſer, als ich noch nicht die ſiebenunddreißigtauſendfünfhundert Guineen vergeſſen habe, die er mir küͤrzlich gegeben. Und Ihr ſagtet mir ſoeben, Herr von Barillon, daß Ihr dieſe Wechſelbkiefe bei Euch habt; nicht wahr, Ihr habt ſie bei Euch?«⸗

»Da ſind ſie Sire,« ſagte Barillon, indem er dem Kö⸗ nig mit dem Ausdruck der tiefſten Ehrerbietung ein Packet überreichte.*

Jacob II. band es mit zitternder Hand auf, ſah die Pa⸗ piere aufmerkſam durch und ſagte dann: