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die fremden Geſandten mittelſt der großen Treppe des Pala⸗ ſtes in das Zimmer Jacobs II. einzuführen.
Gegen die Mitte des Monats Mai 1685 hatte er eines Tages eben den franzöſiſchen Geſandten in das Cabinet des Königs eingeführt, als ein neuer Ankömmling erſchien und ebenfalls Se. Majeſtät zu ſprechen verlangte.
„»Das iſt in dieſem Augenblick unmöglich, Mylord,“ ent⸗ gegnete der Page.»Der König ſpricht gegenwärtig mit Herrn von Barillon.“
„Dann hätte ich es im Gegentheile gar nicht beſſer tref⸗ fen können,« entgegnete der Neuangekommene in zuverſichtli⸗ chem Tone.»Meldet mich nur an— ich nehme Alles auf mich!«
Chiffinch öffnete die Thür des königlichen Cabinets und rief mit lauter Stimme:
„»Lord John Churchill!«
Der Mann, welcher dieſen Namen trug, konnte unge⸗ fähr ſechsunddreißig Jahre zählen. Er hatte eine impoſante Geſtalt, einen ſchönen Kopf, liebenswürdige und gewinnende, aber dabei würdevolle Manieren. Als Bruder Arabella's Churchill, einer der erſten Maitreſſen Jacobs II., hatte er an dem Liebhaber ſeiner Schweſter einen eifrigen Gönner gefun⸗ den. Dreizehn oder vierzehn Jahre früher hatte er ſich unter Condé und Turenne darauf vorbereitet, ſpäter den Namen Marlborough zu erwerben und berühmt zu machen.
„Nun, mein lieber John, da biſt Du ja wieder!“ ſagte der König, indem er Churchill die Hand reichte, während die⸗ ſer ſich ehrerbietig verneigte.»Du hätteſtgar nicht zu gelegenerer Zeit kommen können, wirklich, Du hätteſt gar nicht zu gelege⸗ nerer Zeit kommen können. Eben ſprach ich mit Herrn von


