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loſigkeiten, nur mit der Lüge bedeckt, welche ſie noch wider⸗ wärtiger machte, und dieſes düſtere Gemälde ward nicht ein⸗ mal durch eine noch junge Königin von auffallender Schön⸗ heit erheitert. Maria von Modena verbrachte, von einem zahl⸗ reichen Schwarm junger und reizender Ehrenfräulein umge⸗ ben, ihre Tage damit, daß ſie Thränen der Entrüſtung weinte, weil ihr bigotter Gemal ihr eine Maitreſſe Sedlay vorzog, welche weder jung noch ſchön war.
Was Jacob II. betraf, ſo hatte er die Befürchtungen mehr als gerechtfertigt, welche er der Nation einflößte, als er als Vicekönig von Schottland ein ſo großes Vergnügen daran fand, die unglücklichen Covenanter auf die grauſamſte Weiſe martern und hinrichten zu ſehen, und dennoch war die Nation weit entfernt, die ganze verborgene Schmach dieſer Regierung
zu kennen, welche ſo kurz nach ihrem Beginne ſchon wieder
enden ſollte.
In dieſem auf ſolche Weiſe umgeſtalteten Whitehall ge⸗ währte ſelbſt Chiffinch nicht mehr einen verletzenden Gegenſatz durch ſein unverſchämtes Gelächter. Er war traurig und nie⸗ dergeſchlagen, und es war nicht blos ſeine unglückliche Liebe zu Suſannen, welche bei ihm dieſe eigenthümliche Umwand⸗ lung herbeigeführt hatte. Chiffinch hatte eine ernſte Miene und würdevolle Haltung annehmen müſſen, weil der König ſeit einiger Zeit beſtimmt hatte, daß ſein erſter Page an ge⸗ wiſſen Tagen der Woche ein Comité von frommen Perſo⸗ nen empfinge, welche beauftragt waren, die Intereſſen der Religion zu äberwachen.
Dieſe neuen Functionen hielten indeſſen Chiffinch nicht ab, nach wie vor Katharine Sedley mittelſt der geheimen Treppe und die vornehmſten Perſonen des Königreichs und


