Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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enthielten die Meiſterwerke eines Benvenuto Cellini; pracht⸗ volle Gobelins, auf welchen man buntgefiederte Vögel, Land⸗ ſchaften, Jagden, die herrliche Terraſſe von Saint⸗Germain und die Statuen und Fontainen von Verſailles ſah, dienten als Wandtapeten und eine unvergleichliche Sammlung von japaniſchem Porzellan füllte und ſchmückte die hie und da an⸗ gebrachten Niſchen.

Die Herzogin ſah bleich und abgemagert aus; ihr Haar hing ihr in wilder Verwirrung um das Geſicht herum und ſie ſchien in vier Tagen um zehn Jahre älter geworden zu ſeyn.

Ihr tiefer aufrichtiger Schmerz mußte ihr in der öffent⸗ lichen Meinung nützen, denn ſie war frei von jedem eigennü⸗ tzigen Hintergedanken. Die arme Frau dachte nicht einmal an die traurige und plötzliche Veränderung, welche der Tod Carls II. in ihrer Stellung herbeiführen mußte. Sie ſah nur

eins die Leiden ihres Geliebten oder vielmehr ihres

Freundes.

In einen umfangreichen Seſſel zurückgelehnt, verſuchte ſie vergebens mit beiden Händen das Schluchzen zu unterdrü⸗ cken, welches ihre Bruſt hob. Ihr gegenüber betrachtete Chif⸗ finch unbeweglich und gefühllos mit kaltem Blicke dieſen Schmerz und ſchien zu warten, daß die Herzogin das Wort an ihn richten würde.

»Mylady,« ſagte er endlich, als er ſah, daß die Un⸗ glückliche fortfuhr zu ſchweigen,ich werde Euch, wenn Ihr meiner Dienſte nicht mehr bedürfet, um Erlaubniß bitten, zu meinem Herrn zurückkehren zu dürfen.

»Nein, Chiffinch, bleibt noch!« rief die Herzogin, indem