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mit Autoriſation der Aerzte, daß Se. Majeſtät vollſtändig außer Gefahr ſey.
Sofort ward mit allen Glocken geläutet und man zün⸗ dete Freudenfeuer in den Straßen an, um die Hauptſtadt nach Einbruch der Nacht zu beleuchten. Carl II. kam die Unbeliebt⸗ heit des Herzogs von York, ſeines Bruders, zu gute, denn die Nation fürchtete ſo ſehr, dieſen Fürſten auf den Thron ſteigen zu ſehen, daß ſie ſich bei dieſem Gedanken für die Null von einem Monarchen begeiſterte, den ſie im Begriffe ſtand zu verlieren.
Es läßt ſich auch nicht läugnen, daß der präſumtive Thronerbe dieſen Widerwillen verdiente. Sein hartnäckiger und rachſuchtiger Charakter, ſein beſchränkter und langſamer Verſtand, ſeine unangenehmen, übermüthigen, ſchroffen Ma⸗ nieren waren durchaus nicht geeignet ihm die Liebe des Vol⸗ kes zu erwerben. Ueberdies wußte man, daß der Herzog von York dem römiſchen Hofe ſehr ergeben war, was der öffent⸗ lichen Meinung des damaligen Englands zufolge für ein mon⸗ ſtröſes Verbrechen galt.
Während ſo die Glocken läuteten und ganz London ſich der Freude überließ, fand zu Whitehall in den Gemächern der Herzogin von Portsmouth ein ſehr trauriger Auftritt ſtatt.
Der Luxus dieſer Gemächer, welche von Carl II., um der Laune ſeiner Maitreſſe gefällig zu ſeyn, dreimal umgebaut worden, hatte den Predigten der Presbyterianer oft zum Texte gedient. Die Garnitur des Camins war von maſſivem Silber, prachtvolle, eigentlich der Königin gehörende Gemälde von berühmten Meiſtern waren hierher in die Wohnung der Herzogin gebracht worden; wunderſchön geſchnitzte Schränke


