ſeyn, der ſich leicht leiten läßt und deſſen Dienſt ein angeneh⸗
mer iſt. Ich ſtehe mit ihm ſehr gut. Meine Stellung kann da⸗
4 her, weit entfernt, durch dieſe Veränderung bedroht zu wer⸗
den, dadurch nur gewinnen. Carl kannte mich zu gut— er
möge daher ſterben und ſprechen wir nicht weiter von ihm.«
Chiffinch ſchwieg einen Augenblick, dann ſah er Jeffreys an und fuhr fort:
t V»Mylord, da mir durchaus nichts daran liegt, eure — Unruhe zu verlängern, denn meine Anweſenheit hier muß, wenn ich nicht irre, Euch ein wenig neugierig machen— ſo
komme ich ſofort zu dem Zwecke meines Beſuchs.« »Ich bin ganz Ohr, mein lieber Chiffinch.« »Geſtern Abend, Mylord, habt Ihr ein junges Mädchen
4 Namens Suſanne feſtnehmen und nach Bridewell führen laſſen?« »Das iſt wahr, Chiffinch.“ »Wohlan, Mylord, da ich mich aus ganz beſonderen — Gründen ſehr für dieſes niedliche Weſen intereſſire, ſo wäre es 2 mir lieb, wenn ich ſie wiederſehen könnte, und ich komme, um 1 Euch zu bitten, mir ſofort einen Befehl zu ihrer Freilaſſung 1 zu unterzeichnen.⸗
Obſchon es klar war, daß Jeffreys viel daran lag, ſich dem erſten Pagen Sr. Majeſtät gefällig zu zeigen, ſo konnte
— er doch bei dieſem Verlangen ſich einer Geberde des Aergers,
4 beinahe des Zornes, nicht enthalten.
1„Gut,“« fuhr Chiffinch fort,„ich ſehe ſchon wie die Sache ſteht! Ihr möchtet dieſes Kleinod für Euch ſelbſt behalten.
t 3 Dies thut mir wirklich ſehr leid, Mylord, denn wenn dies
eure Abſicht iſt, ſo wird ein Kampf zwiſchen uns ſtattfinden. Uebrigens bin ich vollkommen in meinem Recht. Ich habe zu⸗


