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man den Mann kannte, unwillkürlich Abſcheu und Wider⸗ willen einflößte. Die furchtbare Berühmtheit, welche er da⸗ durch erlangt, daß er das edelſte und oft das reinſte Blut der hohen engliſchen Ariſtokratie vergoſſen, laſtete keineswegs auf ſeinem Gemüth. Im Gegentheil bildete er ſich darauf viel ein und hielt ſich für eine bedeutende Perſönlichkeit.
Auch empfand er in Gegenwart des Oberrichters keine Verlegenheit und keinerlei Zwang. Vielleicht betrachtete er ihn — und hierin hatte er nicht ganz Unrecht— gewiſſermaßen als einen Collegen.
„Freund Jack,“« ſagte Jeffreys mit einer Liebenswürdig⸗ keit, die ihm ſonſt gar nicht eigen war,»ich habe Dir einige Inſtructionen in Bezug auf einen gewiſſen Fitzgerald zu geben, welchen Du heute Morgen unter die Hände bekommen wirſt. Höre mich aufmerkſam an.“
„Das iſt nicht nöthig, Mylord,« antwortete Ketch.
„Was ſagſt Du, Spitzbube?«
„Ich ſage, Mylord, daß heute Sonntag iſt, und daß man Sonntags Niemanden hängt. Der Sonntag iſt für uns wie für alle anderen Leute ein Ruhetag.“«
Jeffreys ſprang vor Zorn faſt aus dem Bett.
„Verflucht!« rief er.»Ich ſoll alſo bis morgen warten? Nein, nein, das will ich nicht. Diesmal muß eine Ausnahme von dem herrſchenden Gebrauche gemacht werden.«
„Wenn Ihr wünſchet, Mylord, daß der Pöbel Euch die Fenſter einwerfe, ſo ſteht es Euch frei, Euch dieſen Zeit⸗ vertreib zu machen, ich aber, dem durchaus nichts daranliegt, geſteinigt zu werden, ich weigere mich auf das Beſtimmteſte, dieſen Befehl zu vollziehen.“
„Du willſt ungehorſam ſeyn, Du Hund? Nimm Dich in Acht! Nimm Dich in Acht!«
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