Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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62 ſagte Jeffreys langſam, indem er einen funkelnden Blick auf Birch heftete.»Du jammerſt mich! Du alter abgenützter Schwamm bildeſt Dir wohl ein, daß Du allein trinken kannſt — daß ich betrunken ſey!— ſchau her!«

Indem Jeffreys dieſe Worte ſprach, ergriff er eine Flaſche Pereswein, leerte ſie vollſtändig in einen umfangrei⸗ chen Becher, ſetzte dieſen an die Lippen und leerte ihn bis auf den letzten Tropfen.

»Jetzt,« fuhr er fort, indem er ſich wieder zu Birch wendete, welcher vor Bewunderung und Erſtaunen ganz ſtarr zu ſeyn ſchien,»wollen wir wieder auf deine Bitte zurück⸗ kommen. Ich habe Dir verſprochen, Dir die Gnade zu ge⸗ währen, um welche Du mich bitten würdeſt. Daher iſt es nothwendig, daß ich genau wiſſe, was Du wünſcheſt.«

»Die Freilaſſung des genannten Matthew Salers, ſage ich nochmals.«

„»Weiter nichts als ſeine Freilaſſung?«

»Durchaus nichts Anders, edelmüthiger Jim.«

»Gut, es ſey; morgen wird dein Client das Gefängniß verlaſſen, nur ſage ich Dir im Voraus, daß ich ihn ſofort nach Amerika werde einſchiffen laſſen, und daß es Dir nicht geſtattet ſeyn wird, ihn zu ſehen oder mit ihm in Mittheilung zu treten.«

Bei dieſer Antwort des Oberrichters brachen alle übri⸗ gen Zecher in ein lautes Gelächter aus.

Birch ſchien eben ſo unzufrieden als aus der Faſſung gebracht zu ſeyn.

»Beim allmächtigen Gott, Jeffreys,« ſagte er nach einem kurzen Augenblick des Schweigens,„ich will verdammt ſeyn, wenn es in der ganzen Welt einen Mann gibt, welcher würdig iſt, in Bezug auf Scharfſinn mit Dir verglichen zu

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