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„Liebenswürdiger Jim, geliebter Camerad,“ rief Birch, den Oberrichter unterbrechend,„deine Drohungen ſchrecken mich nicht, aber ſie zerreißen mir das Herz. Iſt es möglich, daß Du, der Du für die, welche das Glück deiner vertrauten Freundſchaft genießen und Dich genau kennen, ſo hoch über allen andern Menſchen ſtehſt, mit dem Gedanken umgehſt,
deine unermeßliche Gewalt gegen mich zu mißbrauchen? Wenn
Ihr, Mylord, mich daran erinnert, daß Ihr der Oberrichter von King's Bench ſeyd, ſo errichtet Ihr zwiſchen mir und Euch eine unüberſteigliche Schranke des Reſpects. Ihr tödtet dadurch meine Heiterkeit, meine frohe Laune, Ihr verwan⸗ delt mich aus einem luſtigen Zecher in einen langweiligen Höfling. Bei allen Teufeln, Du biſt ſchon als meines Glei⸗ chen ſtark genug, ohne daß Du nöthig haſt, Dich in deinen Hermelinmantel zu wickeln. Du weißt wohl, daß, wenn Dich die Luſt anwandelt uns etwas am Zeuge zu flicken, deine Beredſamkeit uns pulveriſirt, uns tödtet und zum Schweigen nöthigt. Du behaupteſt, ich wollte keine Gunſt von Dir an⸗ nehmen? Das iſt nicht wahr, das iſt durchaus nicht wahr!«
»Nun dann, frecher Lügner, ſchamloſer Heuchler, warum haſt Du dann geſchwiegen?« fragte Jeffreys, indem er eine üble Laune affectirte, welche die Lobſprüche ſeines gewandten und niedrigen Zechgenoſſen ſchon vollſtändig zerſtreut hatte.
»Weil ich fürchtete, deine unſchätzbare Freundſchaft zu mißbrauchen, Dich in die peinliche Alternative zu verſetzen, entweder zu geſtehen, daß Du Dich fürchteſt, oder eine Laſt auf Dich zu nehmen, welche für deine Schultern zu ſchwer iſt.“«
»Ich mich fürchten, elender Hund? Ich ſollte unter der Laſt irgend einer Verantwortlichkeit ſchwanken? Du wagſt dergleichen Reden zu führen und Du gibſt vor, mein Freund


