Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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Diesmal gehorchte der Partner und verließ den Kerker ſogar mit auffallender Schnelligkeit.

„Das Spiel iſt begonnen,« murmelte Fitzgerald, ſobald er Roſe ſich mit raſchen Tritten hatte entfernen hören.»Ich bin überzeugt, daß binnen hier und einer Stunde Lord Jef⸗ freys ſich herablaſſen wird, mir einen Beſuch zu machen. Aber dann heißt es gut ſpielen!— Indeſſen an Geſchicklich⸗ keit mangelt es mir nicht und übrigens habe ich auch die ſchönſten Karten in der Hand. Alſo, nur keine Unruhe wei⸗ ter— der Sieg iſt mein!«

VI. Tiger und Fuchs. (Fortſetzung.)

Die auf dem Antlitz des Unglücklichen raſch wechſelnde Bläſſe und Röthe verrieth den Sturm ſeines Gemüthes und ſtrafte die Ruhe, welche er ſich ſelbſt heuchelte, auf unverkenn⸗ bare Weiſe Lügen.

Bei jedem unklaren fernen Geräuſch, welches er zu hören glaubte, erzitterte er an allen Gliedern. Seine durch das Warten erhitzte Einbildungskraft ließ ihm Jeffreys mit ſpötti⸗ ſcher, barbariſcher, unerbittlicher Miene auf der Schwelle ſeines Kerkers erſcheinen, oder vielleicht verſchmähte der Oberrichter es ſogar, einen Schritt zu dem Verurtheilten zu thun, der ſein Heil in einer ſo verbrauchten Liſt ſuchte.

Die Stunden verfloſſen langſam und eiſig, ohne daß die geringſte Spur von einem nahe bevorſtehenden Ereigniß den Muth des Gefangenen aufrecht erhalten und ſeine Hoffnung genährt hätte. Dieſe lange Vereinſamung, dieſe Verſchmähung,