32
in den verroſteten Angeln und Roſe erſchien, eine Blendla⸗ terne in der Hand tragend, vor dem Verurtheilten.
»Nun, mein armer Freund,« ſagte er,»„Ihr ſehet, daß ich mich nicht getäuſcht hatte. Jeffreys der Richter hat Jeffreys den Trunkenbold gerächt. Ich begreife in der That nicht, daß Ihr Euch auch nur einen Augenblick lang über das Schickſal täuſchen konntet, welches Euch erwartete. Uebrigens ſcheint es, als wäre eure Haltung vor dem Ge⸗ richtshofe ganz vortrefflich geweſen, wenigſtens hat ſich ein ſolches Gerücht in Newgate verbreitet. Dies nimmt mich je⸗ doch nicht wunder. Gleich von dem erſten Augenblicke an, wo ich Euch geſehen, flößttet Ihr mir ganz beſondere Achtung ein. Ich bin überzeugt, daß Ihr eure kurze, aber glänzende Laufbahn durch einen Tod werdet zu beſchließen wiſſen, der eures großen Herzens würdig iſt. Man behauptet, daß mehre Damen am Hofe die Abſicht haben, eurer Hinrichtung beizu⸗ wohnen. Ich rathe Euch daher, einige Sorgfalt auf eure Toilette zu verwenden, und verſpreche Euch einen ausgezeich⸗ neten Erfolg.«
»Empfanget meinen ganzen Dank für euern wohlwollen⸗ den Beſuch und guten Rath, Mr. Roſe,« antwortete der Ir⸗ länder mit vollkommen ruhiger Stimme.»Aber wie habt Ihr denn bis zu mir gelangen können?«
»Weil ich einer der vier Partner von Newgate bin.⸗
„»Ganz richtig.
Während einiger Secunden des Schweigens lenkte Roſe das ganze Licht ſeiner Blendlaterne auf Fitzgerald's Geſicht, welches vollkommen unverändert blieb. Endlich nahm der Boxer wieder das Wort.
»Gleichviel,« ſagte er lächelnd,„ich bin zufrieden.⸗ »Womit denn?« fragte der Verurtheilte, indem er eben⸗


