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Perſon ſeine Aufmerkſamkeit erregt und wenn auch nicht ſeine Sympathie, doch wenigſtens ſeine Neugier erweckt haben.
Es war dies ein junger Mann von achtundzwanzig Jah⸗ ren, mit gleichgiltigem, kaltem Geſicht und übermüthiger, ſtol⸗ zer Miene. An die Wand gelehnt ſchien er durch den Gedan⸗ ken an die traurige Umgebung, in welche ihn ſein böſes Schickſal verſetzt hatte, iſolirt zu werden.
Seine Kleider von dunkler Farbe und grobem Stoff bildeten durch ihre Sauberkeit einen auffallenden Gegenſatz zu den ſchmutzigen Lumpen ſeiner Unglücksgefährten und ver⸗ riethen von ſeiner Seite wenigſtens einen gewiſſen Grad von Selbſtachtung.
Von Zeit zu Zeit furchte ein beinahe unbemerkbares Runzeln ſeiner dichten Augenbrauen ſeine Stirn und verlieh ſeiner Phyſiognomie den vorübergehenden Ausdruck einer gleichzeitig verhaltenen und ſchmerzlichen Wuth. Bald aber — mochte es nun Anſtrengung eines mächtigen Willens, oder Schwäche, oder Leichtſinn ſeyn— verrieth ſein Geſicht nichts weiter als Ergebung oder Gleichgiltigkeit.
Die Betrachtungen des Unbekannten wurden ſehr bald durch einen Vorfall unterbrochen, der des Ortes, an welchem er ſich befand, würdig war.
Eine Frau, mit flammendem Auge, verworrenem Haar und an ihrer ganzen Perſon das unauslöſchliche Siegel ihres ehrloſen Standes tragend, kam mit taumelndem Schritt auf ihn zu und ſchlang ihren Arm um ſeinen Hals während ſie mit der linken Hand ihm ein mit Branntwein gefülltes Glas an die Lippen hielt.
»Nun, mein ſchöner Herr,« ſagte ſie in heiſerem, trun⸗ kenem Tone zu ihm,„dein feines Ausſehen hat mein Herz


