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malmten Bruſt und verwiſchte ſich mit den Thränen und dem Geſchluchze der Anweſenden.
Agnelettes Geſicht erſchien, trotz ſeiner Bläſſe, in der unausſprechlichen Ruhe des Todes noch ſchöner, als es zu Pedn Lebzeiten unter ſeinem Diadem von Vergißmeinnichten und Maßlieben geweſen war.
Als Thibault die arme Dahingeſchiedene erblickte, da ſchmolz das Eis ſeines Herzens.
Er bedachte, daß in Wirklichkeit er ſelbſt dieſes Kind getödtet habe, und ſein Schmerz darüber war namenlos, weil wahr, und martervoll, weil er zum erſten Mal ſeit langer Zeit nicht mehr an ſich, ſondern an die Todte dachte.
Als er die Hammerſchläge hörte, womit der Bahr⸗ deckel zugenagelt wurde, als er die Steine und die Erde, welche der Todtengräber mit ſeiner Schaufel hinab⸗ warf, mit dumpfem Getöſe auf den Leib des einzigen Weibes, das er jemals geliebt hatte, fallen hörte, da ergriff ihn ein Schwindel; es war ihm, als ob die harten Steine das Fleiſch Agnelettes, dieſes vor wenigen Tagen ſo friſche und ſchöne, und geſtern noch ſo zuckende Fleiſch zerquetſchten, und er machte eine Bewegung, um über die Anweſenden herzu⸗ fallen und ihnen dieſen Leib zu entreißen, auf wel⸗ chen er wenigſtens im Tode ein Anrecht zu beſitzen meinte, da er im Leben einem Andern gehört hatte.
Der Schmerz des Menſchen bewältigte dieſe letzte Regung des wilden Thieres, das ſeinem Ende nahe war; unter dieſer Wolfshaut lief ein Schauder hin; aus dieſen blutigen Augen brachen Thränen hervor, und Thibault rief:
„Mein Gott, nimm mein Leben hin! ich gebe


