Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Einige Einwohner von Preciamont ſchritten hin⸗ ter der Bahre einher.

Obſchon ein ſolcher Aufzug in einem Friedhof ganz natürlich war und Thibault ſchon durch den Anblick eines offenen Grabes darauf vorbereitet ſein mußte, ſo machte er doch einen tiefen Eindruck auf den Flüchtling, und wiewohl die geringſte Bewegung ſeine Gegenwart verrathen und folglich ſeinen Unter⸗ gang herbeiführen konnte, ſo beobachtete er doch mit unruhiger Neugierde den ganzen Verlauf der Cere⸗ monie.

Als der Prieſter das Grab geſegnet hafké, das Thibault zuerſt in die Augen gefallen war, ſtellten die Träger ihre Laſt auf ein nahes Grab.

Bei uns iſt der Brauch, daß man eine junge Dirne, die in ihrem Glanz geſtorben, eine junge Frau, die in ihrer Schönheit dahingeſchieden iſt, in ihrem Sarge, aber nur mit einem Tuch bedeckt, auf den Kirchhof führt.

Hier können die Freunde der Todten ein letztes Lebewohl ſagen, die Verwandten ihr einen letzten Kuß geben.

Dann nagelt man den Deckel zu, und Alles iſt vorbei.

Eine alte Frau, geleitet von Freundeshand, denn ſie ſchien blind zu ſein, trat heran, um der Todten einen letzten Kuß zu geben.

Ddie Träger hoben das Tuch auf, das ihr Geſicht bedeckte.— Thibault erkannte Agnelette. 3 Ein dumpfer Seufzer entrang ſich ſeiner zer⸗