Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Zehn Schritte von Thibault war ein friſch auf⸗

geworfenes Grab, das ſeinen Bewohner erwartete. Man hörte den Chor der Prieſter in der Kirche.

Ihr Geſang war um ſo vernehmlicher, als die Gruft, welche der Flüchtling auserſehen, früher mit der Kirche in Verbindung geſtanden haben mußte.

Die Geſänge hörten auf.

Der ſchwarze Wolf, der ſich in der Nähe einer Kirche inſtinctmäßig unheimlich fühlte, dachte, die Leute im Hohlweg könnten jetzt vorübergekommen ſein, und er habe alſo höchſte Zeit ſich wieder auf die Beine zu machen und einen ſicherern Zufluchts⸗ ort zu ſuchen, als er für den Augenblick gewählt hatte.

Aber kaum hatte er die Naſe aus ſeiner Brom⸗ beerſtaude hervorgeſtreckt, ſo öffnete ſich die Friedhof⸗ thüre.

Er nahm alſo ſeinen bisherigen Poſten wieder ein, obſchon er ſich über das, was herankam, beun⸗ ruhigte.

Das Erſte, was er ſah, war ein Knabe im Chor⸗ hemd, der einen Weihkeſſel in der Hand trug.

Sodann das ſilberne Kreuz, von einem Mann getragen, der gleichfalls ein Chorhemd über ſeinen Kleidern hatte.

Hierauf der Prieſter, der die Todtengebete ſang.

Nach dem Geiſtlichen eine Tragbahre, von vier

Bauern getragen und mit einem weißen Tuch bedeckt,

das mit grünen Zweigen und Blumenkränzen über⸗ ſäet war. Unter dem Tuch zeichnete ſich die Form eines Sarges ab. Dumas, der Wolfsführer. II. 11