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„Meine Macht erwerben; dann wirſt Du Nichts mehr zu wünſchen haben.“
„Wenn Eure Macht ſo umfaſſend iſt, wenn ſie Euch all die Reichthümer gibt, nach denen es mich gelüſtet, warum tretet Ihr ſie dann ab?“
„Bekümmere Dich nicht um mich. Der Herr, dem ich einen Diener zugeführt habe, wird mich reichlich belohnen.“
„Und werde ich mit Eurem Platz zugleich Eure Geſtalt annehmen?“
„Ja, bei Nacht, aber den Tag über wirſt Du wieder Menſch werden.“
„Die Nächte ſind lang, dunkel und voll von Hinterhalten; ich kann unter der Kugel eines Jägers fallen oder mit meiner Pfote in eine Schlinge ge⸗ rathen; dann fahret wohl, Reichthümer und Herr⸗ lichkeit!“
„Nein, denn dieſes Fell, das mich umhüllt, iſt undurchdringlich für Eiſen, Blei und Stahl; ſo lange es Deinen Leib bedeckt, biſt Du nicht bloß unver⸗ wundbar, ſondern unſterblich; nur ein einziges Mal im Jahr wirſt Du, wie alle Währwölfe, auf vier⸗ undzwanzig Stunden wieder Wolf, und während dieſer vierundzwanzig Stunden haſt Du den Tod zu fürchten, wie die andern. Es iſt heute juſt ein Jahr, daß wir uns ſahen: es war an meinem Un⸗ glückstag.“
„Ahl ah!“ machte Thibault,„jetzt begreife ich, warum Ihr die Hunde des Herrn Jean ſo ſehr fürchtetet.“ 4—
„Bei unſern Unterhandlungen mit den Menſchen iſt uns jede Lüge verboten, und wir ſind gezwungen,


