Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Horizont zu begränzen und es umfaßt die ganze Erde. Du haſt Agnelettes Unſchuld um der Mühle der Polet willen verſchmäht; kaum hätteſt Du die Mühle beſeſſen, ſo hätteſt Du das Haus des Amt⸗ manns Magloire begehrt, und das Haus des Amt⸗

manns Magloire hätte keinen Reiz mehr für Dich

gehabt, ſobald Du das Schloß des Grafen von Mont⸗ gobert, wenn auch nur aus der Ferne, geſehen hätteſt. O Du gehörteſt durch Deinen Neid ſchon längſt dem gefallenen Engel an, welcher Dein und mein Herr iſt; nur hätte es vielleicht, da es Dir an Verſtand fehlte, um das Böſe zu wünſchen und das Gute daraus zu ziehen, in Deinem Intereſſe gelegen, ehr⸗ lich zu bleiben.“

„Ach ja,“ antwortete der Holzſchuhmacher,„jetzt erkenne ich die Wahrheit des Sprichworts: Wer Böſes will, dem widerfährt Böſes; aber kurz und gut, kann ich nicht wieder ehrlich werden?“

Der Wolf ſchlug ein Hohngelächter auf.

„O mein Junge,“ ſagte er,„mit einem einzigen Haar kann der Teufel einen Menſchen in die Hölle führen. Haſt Du niemals gezählt, wie viel der Teufel von den Deinigen beſaß?“

„Nein.“

„Ich kann Dir nicht ſagen, wie viele Haare Du auf dem Kopf haſt; aber ich kann Dir ſagen, wie viele davon Dir bleiben. Ein einziges. Du ſiehſt alſo, daß die Zeit der Reue vorüber iſt.“

„Wenn,“ ſagte Thibault,„der Teufel einen Menſchen um eines einzigen Haares willen verderben kann, warum ſollte ihn dann Gott nicht durch ein einziges Haar retten können?“