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Liebe verlangte, und die Deine Liebe mir verweigert, werde ich die Tröſtungen der Rache haben. Agne⸗ lette, halte, es iſt noch Zeit, halte meine Hand, welche verflucht, halte meine Hand, welche verdammt, ſonſt begreifſt Du wohl, daß nicht ich es bin, der tödtet, ſondern Du, Agnelette, Du ſagſt nicht zu mir, daß ich nicht ſprechen ſolle. Nun wohl! ſeien wir denn alle verflucht, Du, er und ich! Agnelette, ich träume, daß Etienne Engoulevent ſterbe, und er ſtirbt eben jetzt.“
Agnelette ſtieß einen furchtbaren Schrei aus.
Dann aber ſagte ſie, gleich als ob ihre Vernunft gegen dieſen Mord aus der Ferne, den ſie für un⸗ möglich hielt, proteſtirte: 3
„Nein, Ihr ſagt das bloß, um mich zu erſchrecken, und meine Gebete werden über Eure Verwünſchun⸗ gen obſiegen.“
„So geh denn hin und erfahre, wie der Himmel Deine Gebete erhört. Nur ſpute Dich, Agrelette, wenn Du Deinen Mann noch am Leben treffen willſt, denn Du ſtehſt in Gefahr, über einen Leich⸗ nam zu ſtolpern.“
Ueberwältigt durch den Ton der Ueberzeugung, womit der Wolfsführer dieſe Worte ſprach, und hin⸗ geriſſen von einer unwiderſtehlichen Bangigkeit, ent⸗ eilte Agnelette, ohne Thibault zu antworten, der auf dem Rand des Grabens ſtand und ſeine Hand gegen Preciamont ausſtreckte, in der Richtung, welche dieſe Hand anzuzeigen ſchien, und verſchwand bald an der Biegung einer Straße.
Als ſie verſchwunden war, ſtieß Thibault ein Geheul aus, wie ungefähr zehn Wölfe zuſammen.


