Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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„Ihr könnt mich tödten,“ antwortete Agnelette, „aber ich werde die Schlechtigkeit nicht begehen, die Ihr von mir verlanget; Ihr könnt mich tödten, aber ich werde demjenigen, den ich zum Mann genommen habe, treu bleiben; Ihr könnt mich tödten, aber ich werde ſterbend zu Gott flehen, daß er ihm beiſtehe.“

„Sprich dieſen Namen nicht aus, Agnelette; er⸗ innere mich nicht an dieſen Mann.“

„Bedrohet mich, ſo lang Ihr wollt, Thibault, denn ich befinde mich in Euren Händen; aber er iſt glücklicher Weiſe fern von Euch, und Ihr beſitzet keine Gewalt über ihn.“

„Wer ſagt Dir das, Agnelette? Wer ſagt Dir, daß ich nicht vermöge der hölliſchen Gewalt, die ich beſitze und der ich kaum widerſtehe, in der Ferne ſo gut tödten kann wie in der Nähe?“

„Und wenn ich Wittwe wäre, Thibault, würdet Ihr mich dann für ſo niederträchtig halten, daß ich Eure vom Blut meines Mannes gefärbte Hand an⸗ nähme?“

„Agnelette,“ ſagte Thibault, indem er vor ihr niederkniete,„Agnelette, erſpare mir ein neues Ver⸗ brechen.“

„Das Verbrechen wird von Euch kommen und nicht von mir. Ich kann Euch mein Leben geben, Thibault, aber ich werde Euch meine Ehre nicht geben.“

„O!“ brüllte Thibault,„die Liebe geht aus dem Herzen, wenn der Haß darin einzieht. Nimm Dich in Acht, Agnelette! Hab Acht auf Deinen Mann! Der Dämon iſt in mir und will aus meinem Mund ſprechen. Statt der Tröſtungen, die ich von Deiner