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„Und er hat eingewilligt?“
„Er wollte Anfangs nicht; aber ich machte ihm begreiflich, daß die Großmutter ſiebzig Jahre alt iſt; daß wir, wenn wir ihr noch zwei oder drei Jahre zu leben geben— Gott verhüte, daß ich Recht habe! — zwei oder drei Jahre etwas genirt ſeien, und weiter Nichts, während wir beide ſehr wahrſcheinlich lange Jahre zu leben haben. Dann hat er begriffen, daß man demjenigen Theil geben müſſe, der das Wenigſte habe.“
Aber inmitten dieſer Erklärung Agnelettes hatte Thibault nur einen einzigen Gedanken verfolgt, näm⸗ lich, daß ihre frühere Liebe für ihn in ihrem Herzen noch nicht erloſchen ſei.
„Alſo liebtet Ihr mich, Agnelette? Alſo könn⸗ tet Ihr mich noch lieben, Agnelette?“
„Nein, das iſt unmöglich, da ich einem Andern gehöre.“ erNeletier Agnelette! ſaget nur, daß Ihr mich
iebet.“
„Im Gegentheil, wenn ich Euch liebte, ſo würde ich alles Mögliche thun, um es Euch zu verbergen.“
„Warum?“ rief Thibault,„warum denn? Du kennſt meine Macht nicht. Ich weiß wohl, daß ich vielleicht nur noch einen oder zwei Wünſche thun darf; aber wenn Du mir dieſe Wünſche ausdenken hilfſt, ſo kann ich Dich reich machen wie eine Königin; wir können die Gegend, Frankreich, Europa verlaſſen; es gibt große Länder, die Du nicht einmal von Namen kennſt, Agnelette: man nennt ſie America, man nennt ſie Indien. Es ſind dies Paradieſe mit einem blauen Himmel, großen Bäumen und Vögeln


