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fach das: Agnelette, Agnelette, habt Mitleid mit mir, denn ich bin ſehr unglücklich geweſen.“
Agnelette trat wieder näher zu Thibault und ergriff ſeine Hände.
„Ihr liebtet mich alſo! Ihr liebtet mich alſo!“ rief Thibault.
„Was wollt Ihr, Thibault?“ erwiederte die junge Frau mit derſelben Sanftmuth und Unſchuld; „ich hatte Euer Gerede ernſthaft genommen, und ſo oft Jemand an die Thüre unſerer Hütte klopfte, ſo pochte mein Herz, weil ich dachte, Ihr wäret es und kämet, um zu der alten Frau zu ſagen: Mutter, ich liebe Agnelette, Agnelette liebt mich, wollt Ihr ſie mir zum Weib geben? Wenn man dann aufgemacht hatte und ich ſah, daß Ihr es nicht waret, ſo ver⸗ barg ich mich in einer Ecke und weinte.“
„Und jetzt, Agnelette, jetzt?“
„Jetzt,“ ſagte die junge Frau,„iſt es ſonderbar, Thibault, trotz all dem Schrecklichen, was man von Euch erzählt, habe ich keine Angſt mehr, denn es ſcheint mir, daß Ihr es nicht böſe mit mir meinen könnt, und ich ging herzhaft durch den Wald, als dieſes ſchreckliche Thier, von dem Ihr mich befreit
habt, über mich herfiel.“
„Aber warum waret Ihr in der Nähe Eurer alten Wohnung? Wohnet Ihr nicht mit Eurem Mann zuſammen?“
„Wir haben allerdings einige Zeit in Vez ge⸗ wohnt; aber in Vez war kein Platz für die alte blinde Mutter. Da ſagte ich zu meinem Mann: Die Großmutter vor Allem! Ich gehe zu ihr zurück. Wenn Du mich beſuchen willſt, ſo kannſt Du kommen.“


