Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Agnelettes Finger hineinzugehen, ſo war er jetzt zu klein, um aus Thibaults Finger herauszugehen.

Vergebens bot er alle ſeine Kräfte auf, vergebens ſuchte er ihn ſogar mit den Zähnen herauszubringen: der Ring ſchien auf Ewigkeiten an ſeinem Finger feſtgenietet.

Thibault ſah wohl, daß er auf eine Trennung von dieſem Ring verzichten mußte, und daß derſelbe eine Bürgſchaft ſeines Vertrags mit dem ſchwarzen Wolfe war.

Seufzend und muthlos ließ er ſeine Arme wie⸗

der ſinken.

„Damals,“ fuhr Agnelette fort,„bin ich ent⸗ flohen. Ich weiß wohl, daß es unrecht von mir war; aber ich konnte meine Angſt nicht bemeiſtern beim Anblick dieſes Ringes und beſonders...“

Sie ſchlug ängſtlich ihre Augen bis zu Thibaults Stirne auf.

Thibault war barhäuptig, und beim Mondſchein konnte Agnelette ſehen, daß es nimmer ein einziges Haar war, das in den hölliſchen Flammen geröthet zu ſein ſchien, ſondern daß die Hälfte der Haare des Wolfsführers die diaboliſche Färbung angenommen hatte.

„O!“ ſagte ſie zurückweichend,„Thibault, Thi⸗ bault! was iſt mit Euch geſchehen, ſeit ich Euch nicht mehr geſehen habe?“

„Agnelette!“ rief Thibault, indem er ſeine Stirne an die Erde lehnte und ſeinen Kopf in beiden Hän⸗

den hielt;„was mit mir geſchehen iſt, das könnte ich keiner menſchlichen Creatur, ſelbſt einem Prieſter

nicht, erzählen; aber zu Euch, Agnelette, ſage ich ein⸗