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Dies war um ſo natürlicher, als Thibault ſich in der Nähe des Platzes befand, wo er das holde Kind zum erſten Mal geſehen hatte.
Er eilte alſo nach dem Ort, von wo der Schrei gekommen war, und erblickte ein Weib, das ſich eines ungeheuren Wolfes zu erwehren ſuchte, der ſie zu Boden geworfen hatte.
Thibaults Herz ſchlug, ohne daß er ſich ſeine Rührung zu erklären vermochte, ſtärker als gewöhnlich.
Er packte das Thier am Hals und ſchleuderte es zehn Schritte von ſeinem Opfer weg; ſodann nahm er die Frau in ſeine Arme und trug ſie auf die Böſchung des Grabens.
Jetzt beleuchtete ein Mondſtrahl, der zwiſchen zwei Wolken durchglitt, das Geſicht der Perſon, die er dem Tode entriſſen.
Thibault erkannte Agnelette.
Er wußte zehn Schritte von da eine Quelle, die⸗ ſelbe, worin er ſich das erſte Mal betrachtet und ein rothes Haar wahrgenommen hatte.
Er lief hin, füllte ſeine beiden Hände mit Waſſer und ſpritzte es der jungen Frau ins Geſicht.
Agnelette öffnete die Augen, ſtieß einen Angſt⸗ ſchrei aus und verſuchte zu fliehen.
„Ei wie!“ rief der Wolfsführer, wie wenn er noch immer der Holzſchuhmacher Thibault wäre,„Ihr erkennt mich nicht, Agnelette?“
„O freilich erkenne ich Euch, Thibault; ich er⸗ kenne Euch,“ rief die junge Frau,„und eben darum habe ich Angſt.“
Sodann ſank ſie auf ihre Kniee und bat mit ge⸗ falteten Händen:


