— —
—2j ͤN
119
Trieb man bei Haramont oder Longpré, ſo er⸗ fuhr man von ihnen in Corcy und Vertesfeuilles.
Vergebens begab ſich Herr Jean ſchon bei Nacht in die bezeichneten Schläge, vergebens umzingelte er ſie in der größten Stille und griff ſchon mit Tages⸗ anbruch an, die Treiber konnten nie einen einzigen Wolf aus ſeinem Lager aufjagen.
Nicht ein einziges Mal ließ Thibaults Wachſam⸗ keit ſich hintergehen.
Hatte er ſchlecht gehört oder falſch verſtanden, ſo daß er den Ort des Angriffs nicht wußte, ſo ließ er durch Curiere, die er zu Anfang der Nacht ab⸗ ſchickte, alle Wölfe auf einem Punct verſammeln und zog dann mit ihnen von einem Wald in den andern.
Dies währte mehrere Monate ſo fort.
Wie der Baron Jean, ſo verfolgte auch Thibault ſeinerſeits die Aufgabe, die er ſich geſtellt hatte, mit leidenſchaftlicher Energie; gleich ſeinem Gegner, ſchien auch er übernatürliche Kräfte erworben zu haben, um ſo vielen Strapatzen und Aufregungen zu wider⸗ ſtehen, und dies war um ſo bemerkenswerther, als in den kurzen Augenblicken der Raſt, welche der Baron von Vez dem Wolfsführer vergönnte, Letzterer ſich ganz und gar keiner Gemüthsruhe erfreute.
Die Handlungen, die er beging und veranſtaltete, flößten ihm nicht gerade Abſcheu ein, er erklärte ſie für natürlich und ſchob die Folgen denjenigen in die Schuhe, die ihn, wie er behauptete, dazu getrieben hatten.
Gleichwohl hatte er Augenblicke der Kleinmüthig⸗ keit, worüber er ſich keine Rechenſchaft zu geben ver⸗


