Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Der Herr Baron will mich, wie es ſcheint, mit den Namen aller ſeiner Liebchen beehren. Aber kommt doch hieher! Wollt Ihr denn durch die großen Zim⸗ mer gehen? Pfui! das iſt gut für den Herrn Grafen.“

Und die Zofe zog Thibault wirklich durch eine kleine Thüre, zu deren rechter Seite man eine Wen⸗ deltreppe fand.

Mitten auf der Treppe umſchlang Thibault die Hüfte der Zofe, die geſchmeidig war wie eine Schlange.

„Sind wir noch nicht in den Gängen?“ fragte er, indem er mit ſeinen Lippen die Wangen des ſchönen Mädchens ſuchte.

„Noch nicht,“ antwortete ſie,„aber das macht Nichts.“

„Meiner Treu, liebes Mariechen, wenn ich heute Abend Thibault hieße ſtatt Raoul, ſo ginge ich mit Dir in die Manſarden hinauf, ſtatt in der Beletage zu bleiben.“

Man hörte das Knarren einer Thüre, die ſich öffnete.

„Schnell, ſchnell, Herr Baron!“ ſagte die Zofe; „die gnädige Frau wird ungeduldig.“

Und Thibault hinter ſich her ziehend, erreichte ſie den Gang, öffnete eine Thüre, ſtieß Thibault in ein Zimmer und verſchloß die Thüre hinter ihm, im feſten Glauben, ſie hinter dem Baron Raoul von Vauparfond, dem vergeßlichſten Menſchen von der Welt, wie ſie ſagte, verſchloſſen zu haben.