Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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„Sie brauchte ſich nicht zu bekümmern; Cham⸗ pagne hat Alles aufs Pünktlichſte ausgerichtet.“

„Laßt jetzt Euer Pferd hier und kommt.“.

„Aber wer wird es beſorgen?“ 2

„Wer es gewöhnlich beſorgt, Meiſter Carmeſin.“

„Ah richtig,“ ſagte Thibault, wie wenn ihm dieſe Details aufs Genaueſte bekannt wären,„Car⸗ meſin wird es beſorgen.“

„Ei ſo kommt doch!“ wiederholte die Zofe,„wir müſſen uns ſputen, ſonſt könnte die gnädige Frau wieder ſagen, wir haben uns in den Gängen aufge⸗ halten.“

Und bei dieſen Worten, welche Thibault an eine Phraſe in dem Brief an Raoul erinnerten, lachte die Zofe und zeigte perlweiße Zähne.

Thibault hatte diesmal große Luſt, ſich aufzu⸗ halten, aber nicht in den Gängen, ſondern im Park.

Aber die Zofe hielt einen Fuß in der Schwebe und ihr Ohr gegen den Wind.

„Was gibt es da?“ fragte Thibault.

„Es ſcheint mir, als hätte ich einen Zweig unter einem Fuße krachen gehört.“

„Nun,“ ſagte Thibault,„das iſt gewiß Car⸗ meſin.“

„Ein neuer Grund, recht brav zu ſein, Herr Raoul; wenigſtens hier.“ 3

„Ich begreife nicht.“

„Ihr wiſſet ja doch, daß Carmeſin mein Bräuti⸗ gam iſt.“ „Ach ja, richtig! aber ſo oft ich mit Dir allein bin mein liebes Röschen, denke ich nicht mehr aran.“