Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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in ſeine Arme und trug ſich vom Weg hinweg auf ſein Bett.

Als er nun gut auf dem Bette lag, blies Thi⸗ bault ſeine Lampe aus, damit ſeinem zweiten Ich in ſeiner Ohnmacht kein Unglück widerfahre; ſodann verſchloß er die Thüre ſorgfältig und verbarg den Schlüſſel in einem hohlen Baum, in welchen er ihn gewöhnlich legte, wenn er ihn nicht bei ſich tragen wollte.

Hierauf nahm er ſein Pferd beim Zaum und ſchwang ſich hinauf.

Der erſte Augenblick war nicht ohne große Bangigkeit.

Thibault war, da er ſeine Reiſen weit mehr zu Fuß als zu Pferd gemacht hatte, kein Meiſter der Reitkunſt.

Er fürchtete deßhalb, er möchte inmitten der Be⸗ wegungen, die ſein Pferd ausführen würde, ſeinen Schwerpunkt nicht mit der größten Sicherheit behaup⸗ ten können.

Aber es ſchien, daß er mit Raouls Leib zugleich ſeine phyſiſchen Eigenſchaften geerbt hatte, denn als das Pferd, ein intelligentes Thier, die augenblickliche Ungeſchicklichkeit ſeines Reiters hatte benützen wollen, um ihn aus dem Sattel zu werfen, da nahm Thi—⸗ bault inſtinktmäßig die Zügel zuſammen, drückte die Kniee ein, ſtieß ihm die Sporen in den Leib und maß ihm zwei oder drei Peitſchenhiebe auf, die es alsbald wieder zur Ordnung brachten.

Thibault war, ohne daran zu denken, ein treff⸗ licher Reiter geworden.

Ddieſer Sieg, den er ſo eben über ſein Pferd

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