Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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immer ſein Geiſt, aber es war nicht mehr ſein Leib.

Der Leib, in welchen ſein Geiſt gefahren, war der Leib eines ſchönen jungen Mannes von fünf bis ſechsundzwanzig Jahren, mit blauen Augen, friſchen, roſigen Wangen, purpurnen Lippen und weißen Zähnen.

Kurz, es war der Leib des Barons Raoul von Vauparfond.

Thibault erinnerte ſich jetzt des Wunſches, wel⸗ chen er in ſeinem Zorn über den Peitſchenhieb und den Tritt vom Pferde ausgeſprochen hatte.

Er hatte ſich gewünſcht, auf vierundzwanzig Stun⸗ den der Baron von Vauparfond zu ſein, während dieſer für die gleiche Zeit Thibault ſein ſollte.

Dies erklärte ihm, was er auf den erſten Blick nicht begriffen hatte, nämlich daß der ohnmächtige Körper, der auf dem Wege lag, ſeine Kleider trug und mit ſeinem Geſicht geſchmückt war.

„dum Henker!“ ſagte er,„da müſſen wir doch Acht geben: ich ſcheine zwar hier zu ſein, aber ich bin in Wirklichkeit nicht hier, ſondern dort. Sorgen wir, daß mir während der vierundzwanzig Stunden, wo ich die Unvorſichtigkeit begehe, mich zu verlaſſen, kein Unglück widerfahre, das nicht wieder gut zu machen wäre. Kommt, kommt, ſträubet Euch nicht ſo lange, Herr von Vauparfond; tragen wir den armen Thibault ins Haus hinein und legen wir ihn weich auf ſein Bett!“

Und obſchon Herr von Vauparfond mit ſeiner ariſtokratiſchen Geſinnung ſehr wenig Luſt zu dieſer kleinen Arbeit bezeugte, nahm Thibault ſich munter

Dumas, der Wolfsführer. II. 4