Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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dem Weg liegende Körper ſchien ihm nicht mehr der⸗ ſelbe zu ſein, der vor fünf Minuten an ihm vorüber⸗ geritten war und ihm einen ſo heftigen Peitſchenhieb verſetzt hatte.

Fürs Erſte war der Körper nicht mehr als Edel⸗ mann, ſondern als Bauer gekleidet.

Dann ſchien es Thibault, als habe Herr Raoul juſt dieſelben Kleider an, die er ſelbſt, Thibault, noch vor einigen Augenblicken getragen hatte.

Thibaults Ueberraſchung wurde immer größer

und ſtieg bis zu gänzlicher Verblüfftheit, als er be⸗

merkte, daß dieſer träge und ſcheinbar gänzlich empfin⸗ dungsloſe Körper nicht bloß ſeine(Thibaults) Klei⸗ der, ſondern auch ſein Geſicht hatte.

In ſeinem Staunen blickte er natürlich von die⸗

ſem zweiten Thibault auf ſich ſelbſt zurück und be⸗ merkte jetzt eine ganz auffallende Veränderung in ſeinem Coſtüm.

Statt ſeiner Schuhe und Gamaſchen trug er ele⸗ gante Stiefel à la Française, die bis an die Kniee reichten, geſchmeidig wie ſeidene Strümpfe, über der

Fußbiege in Falten gelegt und mit feinen ſilbernen

Sporen geſchmückt waren.

Seine Beinkleider waren, ſtatt von geripptem Sammt, vom ſchönſten Damhirſchleder, das man je ſehen konnte, und ſchloßen mittelſt eines Kniebandes und goldener Schnällchen.

Sein olivenfarbiger grober Tuchrock hatte einem eleganten Jagdrock mit goldenen Litzen Platz gemacht, der ſich über einer feinen weißen Piquéweſte öffnete, und zwiſchen deſſen Kragen auf einem kunſtreich ge⸗