Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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indem er kühn den Stier bei den Hörnern an⸗ faßte.

„Nun wohlan, Freund Frangois,“ ſagte er,„er⸗ kläre mir doch einmal, was ein Theil Deiner Worte beſagen wollte, den ich nicht verſtanden habe.“

„Das iſt kein Wunder,“ meinte Francçois, indem er ſich geckenhaft auf ſeine Stuhllehne zurückwarf;

„wir Lakaien vornehmer Herrn reden die Sprache des Hofs, und dieſe Sprache verſteht freilich nicht Jedermann.“

„Nein, aber wenn Du Dich erklärſt, ſo kann man Dich verſtehen.“

„Allerdings. Frage, und ich werde Dir ant⸗ worten.“

„Ich hoffe das um ſo mehr, als ich mich ver⸗ pflichte, Deine Antworten zu befeuchten, damit ſie leichter herauskommen. Fürs Erſte, was iſt ein Grauer? Ich hatte bisher geglaubt, das ſei ganz einfach ein Eſel.“

„Du biſt ſelbſt ein Eſel, Freund Thibault,“ ſagte Francois, lachend über die Unwiſſenheit des Holz⸗ ſchuhmachers;„nein, ein Grauer iſt ein Livreediener, dem man für den Augenblick einen grauen Rock an⸗ zieht, damit die Livree nicht erkannt wird, während er hinter einer Säule oder in einer Thürvertiefung Schildwache ſteht.“

„Alſo ſtehſt Du in dieſem Augenblicke Schild⸗ wache, mein armer François! Und wer ſoll Dich

ablöſen?“

„Champagne, der Bediente der Gräfin von Mont⸗

gobert.“ „Gut! ich begreife. Dein Herr, der Herr von

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