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Nach Verlauf einer Viertelſtunde war der Wald wieder öde geworden.
Thibault war mit ſeinem ſingenden Vogel, ſeiner blühenden Blume, ſeinem ſchimmernden Sonnenſtrahl zurückgeblieben.
Nur hatte ſich in ſeinem Herzen eine neue Hölle entzündet, die ſchrecklichſte von allen, diejenige, deren Schlangen das Herz mit den ſpitzeſten Zähnen zer⸗ fleiſchen und ihm das ätzendſte Gift einträufeln: die Hölle der Eiferſucht.
Als er Agnelette ſo friſch, ſo liebreizend, ſo naiv vergnügt wiederſah, und zwar in dem Augenblick, wo ſie für immer einem Andern gehören ſollte, da bildete ſich Thibault, der ſeit drei Monaten nicht
mehr an ſie gedacht, der niemals im Sinn gehabt
hatte, ihr ſein Verſprechen zu halten, Thibault bil⸗ dete ſich ein, daß er nie aufgehört habe, ſie zu lieben.
Ihm war, als ſei Agnelette durch einen Eid an ihn gebunden, als raube Engoulevent ihm ſeinen Schatz.—
Es fehlte nicht viel, ſo wäre er aus ſeinem Ver⸗ ſteck hervorgeſprungen, um dem Mädchen ihren Ver⸗ rath vorzuhalten.
Die ihm entgehende Agnelette hatte ſo eben in ſeinen Augen Tugenden und Vorzüge erworben, an die er gar nicht gedacht hatte, als er nur ein Wort zu ſagen brauchte, um ſie zu beſitzen.
Nach all den Täuſchungen, die er erfahren hatte, auch noch das zu verlieren, was er als einen ganz ſichern Schatz betrachtete, zu welchem er immer noch rechtzeitig zurückkommen könnte, weil Niemand daran
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