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Bedauern, keiner ſchmerzlichen Erinnerung Raum zu geben, ſondern ſie war freudvoll, wie der Vogel, der ſang, wie das Schneeglöckchen, das blühte, wie der Sonnenſtrahl, der ſchimmerte; ſie war ganz ſtolz auf ihr Kränzchen von Orangeblüthe, auf ihren Tüll⸗ ſchleier, auf ihr Mouſſelinkleid; ſie war ganz weiß und lächelte holdſelig, wie die Mutter Gottes in der Kirche von Villers⸗Coterets, wenn man ihr am Pfingſt⸗ tag ihr ſchönes weißes Kleid anlegt.
Ohne Zweifel verdankte ſie all dieſen Luxus der Burgdame von Vez, der Frau des Herrn Jean, die, was Almoſen und Wohlthätigkeit betraf, eine wahre Heilige war.
Was Annelette ſo vergnügt machte und ihrem Geſicht ein ſo holdſeliges Lächeln gab, das war keine übergroße Liebe zu ihrem künftigen Manne, ſondern das Bewußtſein, das gefunden zu haben, was ſie ſo heiß erſehnte, was Thibault ihr verſprochen, aber ſchändlicher Weiſe nicht gegeben hatte, eine Stütze für ihre alte, blinde Großmutter.
Die Muſikanten, das Brautpaar, die Brautfüh⸗ rer und Brautjungfern kamen zwanzig Schritte von Thibault auf der Straße vorbei, ohne dieſen flam⸗ menhaarigen Kopf, dieſe blitzenden Augen zu ſehen, die aus der Höhlung ſeines Baumes hervorſchauten.
Thibault hatte ſie durch den Hochwald einher⸗ kommen geſehen und ſah ſie jetzt wieder im Hochwald verſchwinden.
Er hatte das Getöne der Geigen und der Hoboe allmälig ſtärker werden gehört, jetzt hörte er es allmälig verklingen.


