Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Sie näherten ſich ihm raſch.

Ein Vogel beantwortete das menſchliche Concert mit dem Concert Gottes.

Allerdings glänzte eine Blume, ein Schneeglöck⸗ chen, gleich einem Stern am Fuße des Buſches, wo der Vogel ſang.

Der Himmel war blau wie an einem Apriltag.

Was wollte doch dieſes Frühlingsfeſt mitten im Winter bedeuten?

Der Geſang des Vogels, der dieſen ungehofften Tag begrüßte, der Glanz dieſer Blume, die ihre Krone ſchillern ließ, um der Sonne für den freund⸗ lichen Beſuch zu danken, dieſes feſtliche Getöne, das dem unglücklichen Verdammten bewies, daß die Men⸗ ſchen ſich mit der übrigen Natur vereinigten, um glücklich zu ſein unter dem blauen Himmelsdach, die⸗ ſer ganze Blumenſtrauß von Freude, dieſe ganze Garbe von Glück machte Thibault nur noch übellau⸗ niſcher, ſtatt ihn zu ruhigeren Geſinnungen zurückzu⸗ führen.

Er hätte die ganze Welt düſter und ſchwarz ſehen mögen, wie ſeine eigene Seele war.

Er wollte Anfangs vor dem ländlichen Concert, das immer näher kam, fliehen.

Aber es ſchien ihm, als wären ſeine Füße durch eine Macht, die ſtärker war als ſein Wille, auf den Boden feſtgenagelt.

Er vertiefte ſich alſo wieder in ſeiner hohlen Eiche und wartete.

Man hörte lautes Gejauchze und luſtige Lieder zwiſchen der Muſik der Geigen und der Hoboe durch⸗ tönen.