Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Augen und ſchlief ein oder ſchien wenigſtens einzu⸗ ſchlafen.

Die Wölfe lagerten ſich im Kreis um den Baum herum. 3

Die Eulen und Käuze ſetzten ſich auf die Zweige.

Mit dieſen zu ihren Füßen verbreiteten und auf ihren Zweigen zerſtreuten Lichtern glich die Eiche einer großen, für irgend ein hölliſches Feſt illumi⸗ nirten Eibe.

Es war heller Tag, als Thibault erwachte.

Die Wölfe waren längſt nach ihren Höhlen, die Eulen und Käuze nach ihren Ruinen zuruckgekehrt.

Vom geſtrigen Regen war keine Spur mehr vor⸗ handen.

Ein Sonnenſtrahl, einer jener noch blaſſen Strah⸗ len, in denen man aber gleichwohl ſchon Vorboten des Frühlings erkennt, glitt zwiſchen den entlaubten Baumzweigen durch und beglänzte, wenn auch kein Jahresgrün, das noch fehlte, ſo doch des Ginſters düſteres Immergrün.

Man hörte in der Ferne Muſik.

Allmälig aber kam ſie näher, und man konnte deutlich erkennen, daß das Concert mit zwei Geigen und einer Hoboe aufgeführt wurde.

Thibault glaubte Anfangs zu träumen.

Aber da es heller Tag war und er ſich im Voll⸗ genuß ſeiner geiſtigen Fähigkeiten befand, ſo mußte er bald begreifen, daß er vollkommen wach war, zu⸗ mal da, nachdem er ſich die Augen gehörig ausge⸗ rieben hatte, um ſich der Wahrheit zu verſichern, die ländlichen Töne, die er vernommen, vollkommen deutlich an ſein Ohr gelangten.

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