Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Gevatter, Ihr wolltet ihn ſo eben ſpicken wie einen Haſen; erlaubet mir jetzt, daß ich ihm einen einzigen Stich verſetze, wie der Stierkämpfer ſeiner Beſtie, und ich ſtehe Euch dafür, daß er ſich nicht mehr vom Boden erheben wird.“

„Aus Rückſicht auf Euren armen Diener, der Euch kniefällig bittet,“ ſagte der Amtmann,„laßt ihn im Frieden ziehen, gnädiger Herr, und bedenket gnädigſt, daß ihm als meinem Gaſt in meinem ar⸗ men Hauſe kein Leid widerfahren darf.“

„Meinetwegen,“ antwortete Herr Jean,„aber ich werde ihn ſchon wieder finden. Es gehen ſeit einiger Zeit ſchlimme Gerüchte über dieſen Burſchen, und das Wildern iſt nicht das einzige Verbrechen, deſſen man ihn beſchuldigt; man hat ihn in Beglei⸗ tung von wunderbar zahmen Wölfen durch die Wälder ziehen geſehen; ich glaube, daß der Kerl nicht jede Sabbatnacht in ſeinem Hauſe ſchläft, und daß er häufiger, als es einem guten Katholiken zu⸗ kommt, auf einem Beſenſtiel reitet; die Müllerin von Coyolles hat ſich, erzählt man mir, über ſeine Zaubereien beklagt; es iſt für jetzt ſchon gut, ſpre⸗ chen wir nicht mehr davon; ich werde ſeine Woh⸗ nung durchſuchen laſſen, und wenn ich nicht Alles in Ordnung finde, ſo laſſe ich dieſe Zauberhöhle zer⸗ ſtören, die ich in den Domänen des Herrn Herzogs von Orleans nicht länger dulden will. Jetzt mach Dich aus dem Staub, und zwar ſchnell!“

Die Erbitterung des Holzſchuhmachers hatte wäh⸗ rend dieſer drohenden Warnungspredigt des Herrn Jean ihren höchſten Gipfel erreicht.