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Lob und Dank ſagen für all die ſchönen Tage, die Ihr mir bereitet habt. Fürchtet alſo nicht, daß ich fürchte, und daß die Beſorgniß vor einem eingebil⸗ deten Uebel meine Geſinnung ändern könnte. Wenn man gering und unanſehnlich iſt, ſo thut man am beſten, ſeinen Rücken hinzuhalten und zu vertrauen; dann braucht man nur noch die ſchlechten und nieder⸗ trächtigen Leute zu fürchten, und ich hege die glück⸗ liche Ueberzeugung, daß dieſe weniger zahlreich ſind, als man glaubt. Und mag am Ende auch der Un⸗ glücksvogel zur Thüre oder zum Fenſter hereinkom⸗ men, bei St. Gregor, dem Schutzpatron der Trinker, ich werde dann mit lauter luſtigen Liedern und fröh⸗ lichem Gläſergeklirr einen ſolchen Lärm aufſchlagen, daß er wieder da hinausgehen muß, wo er herein⸗ gekommen iſt.“
Frau Suſanna hatte ſich dem guten Männchen zu Füßen geworfen und küßte ſeine Hände.
Augenſcheinlich hatte der melancholiſch philoſo⸗ phiſche Vortrag des Amtmanns einen größeren Ein⸗ druck auf ſie gemacht, als die Vorſtellungen des be⸗ redteſten Predigers hätten thun können.
Alles ſchien gerührt, ſelbſt Herr Jean.
Er wiſchte mit der Fingerſpitze eine Thräne ab, die im Winkel ſeines Auges perlte.
Dann ſtreckte er dem Amtmann ſeine Hand hin und ſagte:
„Beim Herrn Belzebub, Ihr ſeid ein verſtändiger Mann und habt ein gutes Herz, Gevatter; es wäre ſündhaft, Eure Stirne mit Kummer zu belaſten; wenn ich alſo jemals einen ſchlechten Gedanken gegen Euch gehabt habe, ſo möge Gott ihn mir verzeihen.
Dumas, der Wolfsführer. II. 2


