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eine Verleumdung gegen mich ausgeheckt; er will ſich rächen, weil ich ſeine Liebesblicke mit Verachtung ab⸗ gewieſen habe; er will mich dafür ſtrafen, daß ich meinem Manne Nichts von ſeiner Hofmacherei ſagen wollte.“
Während Frau Suſanna ſo ſprach, hatte Herr Jean ſeinen Degen aufgehoben und ging auf Thi⸗ bault zu.
Aber der Amtmann warf ſich zwiſchen Beide und hielt den Arm des Barons zurück.
Dies war ein Glück, denn Thibault wich keinen Schritt zurück, um dem Stoß auszuweichen, und ohne Zweifel wollte er der Gefahr, die ihm drohte, durch irgend einen ſchrecklichen Wunſch zuvorkommen.
Aber die Einſchreitung des Amtmanns erſparte ihm die Nothwendigkeit des Wunſches.
„Beruhiget Euch, gnädiger Herr,“ ſagte Ma⸗ gloire,„dieſer Menſch iſt unſern Zorn nicht werth. Seht, ich bin bloß ein ſchlichter Bürgersmann, und dennoch verachte ich ſein Gerede, wie ich ihm auch den Mißbrauch verzeihe, den er von meiner Gaſt⸗ freundſchaft machen wollte.“
Madame Magloire glaubte, dies ſei der Mo⸗ ment, die Sachlage mit einigen Thränen anzu⸗ feuchten.
Sie ſchluchzte laut.
„Weine nicht, Frau,“ ſagte der Amtmann mit ſeiner ſanften und naiven Freundlichkeit,„was könnte dieſer Menſch Euch zur Laſt legen, wenn er Euch je anklagen wollte? Etwa Untreue gegen mich? O mein Gott, wenn Ihr trotz meiner Leibesbeſchaffenheit noch keine ſolche begangen habt, ſo muß ich Euch


