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Gleichwohl war das brave Männchen ganz und gar nicht ſtolz; nein, aber er haßte den Betrug. Er ſchämte ſich nicht, daß er mit einem Holzſchuh⸗ macher, ſondern daß er mit einem Lügner und Ver⸗ räther gezecht hatte.
Thibault hatte dieſe ganze Lawine von Beſchimpfun⸗ gen mit gekreuzten Armen und lächelnden Lippen über ſich ergehen laſſen.
Er war feſt überzeugt, daß er, ſobald er nur ſprechen wollte, leicht ſeine Revanche nehmen könnte.
Er glaubte den Augenblick gekommen.
In frechem Tone, welcher bewies, daß er ſich all⸗ mälig an die Unterhaltung mit Leuten höheren Stan⸗ des gewöhnte, ſagte er:
„Bei den Hörnern des Teufels, wie Ihr ſo eben ſagtet, gnädiger Herr, wißt Ihr auch, daß Ihr ganz unbarmherzig herausſchwatzet, und daß ich, wenn Jedermann das thun wollte, vielleicht nicht ſo ver⸗ legen wäre, als ich jetzt abſichtlich ausſehe?“
Herr Jean beantwortete dieſe für ihn ſelbſt und die Amtmännin vollkommen verſtändliche Drohung damit, daß er den Holzſchuhmacher mit zornvollen Blicken maß.
„O,“ ſagte Madame Magloire etwas voreilig, „Ihr werdet ſehen, daß er irgend eine Schändlich⸗ keit gegen mich erdichten wird.“ 2
„Ihr könnt ruhig ſein, Madame,“ ſagte Thibault, der ſeine Seelenruhe wieder vollſtändig gewonnen hatte,„was Schändlichkeiten betrifft, ſo habt Ihr mir Nichts zu erdichten übrig gelaſſen.“ 8
„O der boshafte Menſch!“ rief Frau Suſanne „Ihr ſeht's, ich täuſchte mich nicht; er hat irgen


