Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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„Und warum das, werthe Dame?“ fragte Herr Jean. „Weil eine ehrſame Frau ſich ſelbſt zu verthei⸗ digen weiß und ihrem Manne nicht mit ſolchen Narrenpoſſen die Ohren voll ſchwatzt.“

„Im Gegentheil, Madame,“ verſetzte Herr Jean, „ich habe meinem Gevatter Alles erzählt.“

„Wie! Ihr habt ihm geſagt, daß dieſer Menſch mir während der ganzen Mahlzeit unter dem Tiſch das Knie gedrückt hat?“

„Jal"

„O der Elende!“ rief der Amtmann.

„Ihr habt ihm geſagt, daß ich, als ich mich bückte, um meine Serviette aufzuheben, ſtatt meiner Ser⸗ viette ſeine Hand bekam?“

„Ich habe meinem Gevatter Magloire Nichts verſchwiegen.“

„O der Hallunke!“ rief der Amtmann.

„Ihr habt ihm geſagt, daß, als Herr Magloire bei Tiſch eine Anwandlung von Schwäche bekam, ſo daß er die Augen ſchloß, ſein Gaſt dieſen Zeit⸗ punkt benützte, um mich mit Gewalt zu küſſen?“

„Ich habe geglaubt, daß ein Gatte dies alles erfahren müſſe!“

„O der ſchuftige Kerl!“ rief der Amtmann.

„Endlich,“ vollendete die Dame,„habt Ihr ihm doch nicht geſagt, daß ich, als ich in mein Zimmer kam und der Wind mein Licht ausgeblaſen hatte, an dieſen Fenſtervorhängen hier eine Bewegung wahrzunehmen glaubte, ſo daß ich Euch zu Hülfe rief, weil ich fürchtete, er möchte dahinter ſtecken?“

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