Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Das Mittel erwahrte ſich als unfehlbar, wie Herr Jean geſagt hatte.

Die Wirkung war raſch.

Madame Magloire nießte.

„Ach!“ rief der Amtmann ſeelenvergnügt,„ſie kommt wieder zu ſich. Frau! liebe Fraul liebſtes Weibchen!“

Madame Magloire ſtieß einen Seufzer aus.

„Gnädiger Herr! gnädiger Herr!“ rief der Amt⸗ mann,„ſie iſt gerettet!“

Madame Magloire ſchlug die Augen auf und ſah mit wirrer Miene bald Herrn Jean, bald den Amt⸗ mann an; endlich aber firirte ſie ihren Sehſtrahl auf Letzteren und ſagte:

„Magloire! mein theurer Magloire! Ihr ſeid es alſo? O wie freue ich mich, Euch nach einem ſo böſen Traum wieder zu ſehen!“

„Welch eine ſchlaue Hexe!“ murmelte Thibault. „Wenn ich auch bei den Weibern, denen ich nach⸗ laufe, meine Zwecke nicht erreiche, ſo geben ſie mir doch wenigſtens ſehr gute Lectionen auf den Weg.“

„Ach, meine holde Suſanna,“ ſagte der Amt⸗ mann,„es iſt kein böſer Traum, ſondern eine ab⸗ ſcheuliche Wirklichkeit, wie es ſcheint.“

„Ich erinnere mich in der That...“ ſagte Ma⸗ dame Magloire.

Dann that ſie, als ob ſie Herrn Jean erſt jetzt bemerkte, und fuhr fort:—

„Ach, gnädiger Herr, ich hoffe doch, daß Ihr meinem Mann von all den Dummheiten, die ich Euch erzählte, Nichts geſagt habt.“