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kommt um Gottes willen ſchnell herauf! Ich glaube, es iſt ein Mann in meinem Zimmer.“
„O, o!“ ſagte der Amtmann,„da müßt Ihr ſchöne Angſt gehabt haben.“
„Ganz und gar nicht! Um keine Zeit mit Läu⸗ ten zu verlieren, befahl ich Munter, mein Pferd zu halten, ſtieg auf den Sattel, ſchwang mich von da auf den Balcon, und damit der im Zimmer verſteckte Mann nicht entfliehen konnte, ſchloß ich das Fenſter. In dieſem Augenblick war es, daß Madame Magloire, als ſie Eure Thüre aufgehen hörte, in Folge all' die⸗ ſer Aufregungen zuſammenbrach und ohnmächtig in meine Arme ſank.“
„Ach, gnädiger Herr,“ ſagte der Amtmann, „welch eine ſchreckliche Geſchichte!“
„Und merket Euch wohl, Gevatter, daß ich noch eher zu wenig als zu viel geſagt habe. Doch Ihr werdet ja ſehen, was Madame Magloire Euch ſagen wird, wenn ſie wieder zum Bewußtſein kommt.“
„Ei ſeht, gnädiger Herr, ſeht, ſie rührt ſich.“
„Das iſt gut! Verbrennet ihr jetzt eine Feder unter der Naſe, Gevatter.“
„Eine Feder?“
„Ja, das iſt ein unfehlbares Krampfmittel; ver⸗ brennet ihr eine Feder unter der Naſe, dann wird ſie wieder zu ſich kommen.“
„Aber wo eine Feder finden?“ fragte der Amtmann.
„Hier nehmt die von meinem Hut.“
Und Herr Jean riß von der Straußenfeder, die ſeinen Hut ſchmückte, einige Franſen ab und gab ſie Herrn Magloire, der ſie am Licht verbrannte und ſeiner Frau den Rauch unter die Naſe hielt.


