alter Gourmand konntet Ihr nicht zu gleicher Zeit auf und unter den Tiſch ſehen.“
„Es iſt auch wahr, gnädiger Herr, wir hatten ein ganz vortreffliches Souper. Denkt Euch nur Cotelettes von Friſchlingen.“
„Ei, ei,“ ſagte Herr Jean,„jetzt wollt Ihr mir gar Euer Souper herſagen, ſtatt meine Erzählung vollends anzuhören, wo es ſich um Leben und Ehre Eurer Frau handelt.“
„Ja, wahrhaftig, die arme Suſanna! Gnädiger Herr, helfet mir doch ihre Hand aufbrechen, damit ich hinein tätſcheln kann.“
Herr Jean leiſtete dem Amtmann Hülfe und Bei⸗ ſtand, und den vereinigten Kraftanſtrengungen Bei⸗ der gelang es, Madame Magloire zu zwingen, daß ſie ihre Hand öffnete. 1
Der gute Alte, der jetzt ein wenig ruhiger war, begann mit ſeiner fleiſchigen Hand in die Hand ſei⸗ ner Frau zu tätſcheln, während er dem weiteren Ver⸗ lauf der ebenſo intereſſanten als wahrhaftigen Er⸗ zählung des Herrn Jean lauſchte.
„Wo war ich?“ fragte der Erzähler. „Gnädiger Herr, Ihr waret bei dem Augenblick, wo meine arme Suſanna, die man mit Recht die keuſche Suſanna nennen kann...“
„O, Ihr könnt Euch deſſen rühmen!“ fiel Herr Jean ein.
„Das thue ich auch. Ihr waret bei dem Augen⸗ blick, wo meine arme Suſanna bemerkte...“ „Ja, ja, daß Euer Gaſt, gleich dem Schäfer Paris, einen zweiten Menelaus aus Euch machen
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