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Arme Suſanna! wie mag ihr doch dieſes Unglück widerfahren ſein?“
„Jedenfalls, lieber Gevatter, werdet Ihr hoffent⸗ lich nichts Böſes von mir denken, weil Ihr mich unter ſolchen Umſtänden und zu dieſer Stunde in Eurem Hauſe findet.“
„Das wird mir nie einfallen, gnädiger Herr,“ verſetzte der Amtmann;„die Freundſchaft, womit Ihr mich beehret, und die Tugend von Madame Magloire ſind mir genügende Bürgſchaften dafür, daß meine arme Wohnung, zu welcher Stunde es auch ſein möge, durch einen Beſuch von Euch nur geehrt werden kann.“
„Hal dreifacher Gimpel!“ murmelte der Holz⸗ ſchuhmacher,„wenn ich nicht vielleicht im Gegentheil ſagen ſoll: durchtriebener Kautz! Aber gleichviel, wir wollen ſehen, wie Du Dich jetzt aus der Schlinge ziehſt, gnädiger Herr Jean!“
„Nichtsdeſtoweniger,“ fuhr Herr Magloire fort, indem er ein Schnupftuch in Meliſſenwaſſer tauchte und ſeiner Frau die Schläfe damit einrieb,„möchte ich doch gerne erfahren, wie meiner guten Frau eine ſo heftige Erſchütterung zuſtoßen konnte.“
„O, die Sache iſt ganz einfach, und ich will Euch Alles erzählen, Gevatter. Ich war auf dem Heim⸗ weg von einem Diner bei meinem Freund, dem Herrn von Vivières, begriffen, und als ich durch Erneville ritt, ſah ich ein offenes Fenſter und an demſelben eine Frau, die mir angſtvoll zuwinkte.“
„O mein Gott!“
„Ja, ſo ſagte ich auch, als ich ſah, daß das Fenſter zu Eurem Hauſe gehörte. O mein Gott!


