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„ſollte es wieder dieſer Lumpenhund von neulich ſein?“
„Kein anderer, gnädiger Herr.“
„Er ſoll mir nur wieder vor die Fuchtel kommen!“
„Gnädiger Herr,“ ſagte Frau Suſanna mit flöten⸗ weicher Stimme,„man ſoll keine böſen Pläne gegen ſeine Feinde ſchmieden; im Gegentheil lehrt unſere heilige katholiſche Religion, daß wir ihnen verzeihen ſollen.“
„Es gibt noch eine andere Religion, welche das lehrt, meine holde Freundin, und das iſt diejenige, die in Euch ihre allmächtige Göttin verehrt und in mir einen demüthigen Jünger hat. Ja, es iſt wahr, ich ſollte dieſem Lümmel nicht ſo gram ſein, denn eben weil er mich ſo tückiſch zu Falle gebracht und ſo niederträchtig zugerichtet, habe ich dieſe ſchon ſo lang erſehnte Gelegenheit gefunden, mich hier einzu⸗ führen; weil er mir dieſen gottgeſegneten Stein an die Stirne geworfen hat, bin ich in Ohnmacht ge⸗ fallen; weil Ihr mich ohnmächtig ſahet, habt Ihr Euern Mann gerufen; weil Euer Mann mich be⸗ wußtlos unter Euern Fenſtern fand und glaubte, daß ich von Verbrechern in dieſen jämmerlichen Zuſtand verſetzt worden ſei, hat er mich in ſein Haus bringen laſſen; weil Ihr endlich Mitleid über die Leiden em⸗ pfandet, die ich um Euer willen erduldet, habt Ihr mir gütigſt erlaubt, hieher zu kommen; folglich iſt dieſer Lumpenhund, dieſer Bauernlümmel, dieſer Tölpel für mich die Quelle aller Freude, denn meine einzige Freude iſt Eure Liebe; deßungeachtet aber möchte ich dem Hallunken nicht rathen, ſich jemals in den Bereich meiner Reitpeitſche zu wagen.“


